Betonte Strenge

 

   

 

Der klassische Bauerngarten weckt in vielen eine gewisse Sehnsucht. Ruhe und Geborgenheit verbunden mit üppiger Blütenpracht und leckeren Früchten erinnern uns an längst vergangene Kindertage auf dem Lande. Das Dorf heute hat sich allerdings völlig gewandelt. Die großen Scheunen und zweckmäßigen Bauernhäuser sind größtenteils dem Anspruch der heutigen Zeit gewichen. Anstelle dessen stehen kleine, nette Häuser mitten im Grünen, ordentlich gepflegt und meist nur mit Rasen vergesellschaftet.

Auch der Bauerngarten unterliegt einer gewissen Ordnung und Strenge. Hier wird auf relativ kleinem Raum effektiv gewirtschaftet und alles angebaut, was Frau in der Küche im Laufe des Jahres benötigt. Nach erfolgreichem Anbau wird reichlich geerntet und ganz nebenbei herrlich geblüht. Alle blühenden Pflanzen ihres Gartens wusste die Bäuerin früher praktisch zu verwenden - ob in der Küche zum Verfeinern der Speisen oder in der Hausapotheke frisch oder getrocknet verwendet. Der Kreislauf schließt sich, wenn wir auch die Hoftiere mit einbeziehen. Diese waren nicht nur wichtige Nahrungsgrundlage, sondern dienten auch der Versorgung des Gartens mit ausreichend Dünger oder Kompost. Das ist auch heute noch vernünftig und nachhaltig für die Bewirtschaftung.

 

 

Unser Bauerngarten liegt geschützt zwischen großzügigen Staudenrabatten, die das Grundstück gemeinsam mit üppigen Fliederhecken abgrenzen.

Er ist in erster Linie Nutzgarten und versorgt uns fast ganzjährig mit frischem Gemüse, Beeren und einjährigen Kräutern. Teilweise nutze ich ihn ebenfalls als Anzuchtgarten für empfindliche Kräuter und Stauden.

In Gartenseminaren führe ich durch die Vielfalt des Gartens und zeige Ihnen typische Bauerngartenpflanzen, Anbauweisen und das dazugehörende Handwerkszeug.

 

brandtgrün | Inh. Dipl. ing. hort. Kristin Brandt  |  Tel. 03881 715730